Was ist ein Lademeter und wie berechne ich ihn?

Ein Lademeter ist eine zentrale Maßeinheit im Güterverkehr und beschreibt den Platzbedarf einer Sendung auf der Ladefläche eines Lkw in der Länge – dabei wird immer die volle Ladebreite von 2,40 m zugrunde gelegt.
1 Lademeter entspricht also einem Meter Ladeflächenlänge bei voller Standard-Ladebreite.

Diese Größe wird immer dann relevant, wenn sperrige, palettierte oder unregelmäßig geformte Güter transportiert werden sollen, die zwar nicht besonders schwer sind, aber viel Raum einnehmen. In der Spedition zählt eben nicht nur das Gewicht einer Sendung, sondern auch, wie viel Platz sie an Bord benötigt – daher spielen Kubikmeter (CBM) und Lademeter (LDM) eine große Rolle bei der Transportkalkulation.

Warum ist der Lademeter so praktisch?

  • Viele Güter lassen sich nicht genau in Palettenstellplätzen abbilden (z. B. Maschinenteile, Rohre oder große Kartonagen).
  • Der Lademeter ermöglicht eine faire und transparente Abrechnung, wenn die Stellplätze nicht exakt mit Europaletten belegt werden können.
  • Für Speditionen ist er ein wichtiges Werkzeug, um die Ladefläche effizient zu planen und die Transportkapazitäten optimal zu nutzen.

Beispielrechnung

Eine Europalette (EPAL) hat die Maße 120 × 80 cm.
Sie nimmt damit folgende Fläche ein:

120 cm × 80 cm = 9.600 cm²

Um den Lademeter zu bestimmen, wird die Palettenfläche durch die Standard-Lkw-Breite von 240 cm geteilt:

9.600 cm² / 240 cm = 40 cm = 0,4 Lademeter

Eine Europalette belegt also 0,4 Lademeter auf der Ladefläche eines Lkw.

Allgemeine Formel zur Berechnung von Lademetern

Lademeter = (Länge in cm × Breite in cm) / 240 cm

Alternativ, bei Angaben in Metern:

Lademeter = (Länge in m × Breite in m) / 2,4 m

Typische Richtwerte

  • Europalette (120 × 80 cm): 0,4 Lademeter
  • Industriepalette (120 × 100 cm): 0,5 Lademeter
  • Gitterbox (120 × 80 cm): 0,4 Lademeter
  • Sonderpaletten oder Maschinengehäuse: individuell berechnet

Wann wird nach Lademetern abgerechnet?

Eine Berechnung nach LDM ist üblich bei:

  • sperrigen Gütern mit unregelmäßiger Form
  • Gütern, die nicht stapelbar sind
  • Sendungen, die quer verladen werden müssen
  • übergroßen Paletten oder Kisten
  • leichten, aber voluminösen Waren (z. B. Dämmmaterial)

Gerade bei nicht stapelbaren Sendungen entsteht schnell ein höherer Flächenverbrauch – und damit eine höhere Anzahl an Lademetern.

Fazit

Der Lademeter ist eine einfache, transparente und praxisnahe Maßeinheit, die dabei hilft, den Platzbedarf einer Sendung im Lkw realistisch einzuschätzen und Transportkosten korrekt zu kalkulieren. Durch seine klare Definition bildet er die Grundlage für eine effiziente Routen- und Ladeplanung in der Speditions- und Logistikbranche.

 

 

Joshua Mack

Joshua Mack

Stllv. IT-Leiter

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